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08.05.2014 / Ausland / Seite 6

Für einen Ruck nach links

Zwischen Wohnungsmangel, Arbeitslosigkeit und Hoffnung: Südafrika stimmt über ein neues Parlament ab. Ein Ortsbesuch in Mitchells Plain

Christian Selz, Kapstadt
Langsam schiebt sich die Morgensonne über die Gipfel der Helderberg-Kette, die östliche Grenze des Großraums Kapstadt. Die Schatten sind lang, die Schlangen vor den Wahllokalen im Stadtteil Mitchells Plain im Süden der Cape Flats getauften Tiefebene ebenfalls. Keiner weiß genau, wie viele Millionen Menschen in diesem schier endlosen Meer aus kleinen Steinhäuschen und Wellblechhütten wohnen. 800000 seien es allein in Mitchells Plain, sagt Faizel Moosa. Der muskulöse Mann mit dem langsam ergrauenden Haaransatz ist ein Kämpfer. In den 80er Jahren hat er als Kommandeur einer Zelle des Umkhonto we Sizwe (MK), dem bewaffneten Arm des African National Congress (ANC), mit Granaten gegen das rassistische Apartheidregime gekämpft. Am gestrigen Mittwoch, dem Tag der fünften demokratischen Wahlen in Südafrika, hat er nur sein Telefon in der Hand. Moosa ist ANC-Kandidat für das gleichzeitig gewählte Provinzparlament und koordiniert die Aktionen der Partei im Stadtteil...

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