Gegründet 1947 Freitag, 24. Januar 2020, Nr. 20
Die junge Welt wird von 2218 GenossInnen herausgegeben
07.05.2014 / Feuilleton / Seite 13

Das Leben in Rot

In Berlin zwingt die Ausstellung »1973« der argentinischen Künstlerin Julia Mensch, genau hinzusehen

Erich Hackl
Der Militärputsch in Uruguay, dann der in Chile. In Argentinien die Rückkehr von General Perón und das Massaker von Ezeiza. Der Jom-Kippur-Krieg und die Ölkrise. Das Attentat von Madrid auf den designierten Franco-Nachfolger Carrero Blanco. Die Watergate-Affäre und das Erscheinen von Alexander Solschenizyns Roman »Der Archipel Gulag«. Lauter Ereignisse, die sich mit dem Jahr 1973 verbinden. Aber die junge Argentinierin Julia Mensch hatte ein viel weniger spektakuläres, halbprivates im Sinn, als sie ihr jüngstes Kunstprojekt unter diese Jahreszahl stellte: eine Reise durch mehrere staatssozialistische Länder, die ihr Großvater mit einer Delegation der Kommunistischen Partei Argentiniens unternommen hatte.

Der Druckereiarbeiter und Gewerkschafter Rafael Mensch war mit Hunderten Erinnerungsfotos nach Buenos Aires zurückgekehrt. Einige dieser Bilder, nämlich die in der DDR entstandenen, haben seine Enkeltochter dazu angeregt, die Schauplätze aufzusuchen und ...

Artikel-Länge: 5203 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €