Der Schwarze Kanal
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06.05.2014 / Schwerpunkt / Seite 3

Geduldig für Aufklärung

Ein Jahr NSU-Prozeß: Angehörige der Opfer zeigen Stärke. Beweisaufnahme zu Bombenanschlägen steht noch bevor. Auch Ex-V-Mann Tino Brandt wurde noch nicht vernommen

Claudia Wangerin
Zeugen zu zehn Morden wurden bereits gehört, die Beweisaufnahme zu zwei Sprengstoffanschlägen, die in der Anklageschrift erfaßt sind, soll im Juni beginnen – ein weiterer Verdachtsfall kam erst während der Hauptverhandlung ans Licht: Der Münchner Prozeß um die Terrorgruppe »Nationalsozialistischer Untergrund« (NSU) begann heute vor einem Jahr. Ob dies schon die Halbzeit ist, wird von Verfahrensbeteiligten ernsthaft bezweifelt. Die ursprüngliche Planung sah für die Vernehmung einzelner Zeugen viel zu wenig Zeit vor, um der hohen Zahl Geschädigter und den Fragen ihrer Nebenklagevertreter gerecht zu werden. Viele mußten daher noch ein zweites oder drittes Mal geladen werden. Dadurch scheint die Reihenfolge der juristischen Aufarbeitung einer siebenjährigen Mord- und Anschlagsserie heillos durcheinandergeraten zu sein. So sollen heute zwei Polizeibeamte zu den tödlichen Schüssen auf den Kioskbesitzer Mehmet Kubasik in Dortmund im Jahr 2006 aussagen, nac...

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