Der Schwarze Kanal
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05.05.2014 / Politisches Buch / Seite 15

Ein SED-Opfer mehr

Werner Hecht erzählt etwas über Brecht in der DDR

Kai Köhler
Kommunistische Künstler passen nicht ins Bild vom finsteren Totalitarismus, der jede menschliche Regung unterdrückt. Darum werden sie gegenwärtig meist totgeschwiegen oder – wo das nicht funktioniert – umgedeutet. Dmitri Schostakowitschs Sinfonien galten so lange als bolschewistischer Bombast, bis man geheime antistalinistische Botschaften in ihnen zu entdecken meinte; seitdem erklingen sie landauf, landab in allen Konzertsälen. Hanns Eisler ist mittlerweile als SED-Opfer inthronisiert. Sein Freund Bertolt Brecht wurde noch 1998 zur Feier des 100. Geburtstags unschädlich gehalten, indem man lieber über seine Frauenbeziehungen als über seine Werke sprach. Inzwischen dominiert auch hier die Umdeutung, an der sich durchaus verdienstvolle Brecht-Forscher beteiligen.

Da gibt es die Version für Anspruchslose, mit der mittlerweile Jan Knopf, der Herausgeber der wichtigen Brecht-Handbücher, durch die Hörsäle tingelt. Glaubt man Knopf, so war Brecht e...

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