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05.05.2014 / Ausland / Seite 7

Rote Karte für Coca-Cola

Griechenland: Beschäftigte streiken gegen Entlassungen und Verlagerung der Produktion. Europaweiter Aktionstag am heutigen Montag

John Lütten
Südöstlich vom Zentrum Thessalonikis, an einer lauten und vielbefahrenen Straße, liegt eine Abfüllanlage der Coca-Cola Hellenic Bottling Company. Es ist eine von neun Produktionsstätten, die das Unternehmen in Griechenland unterhalten hat – und eine von sechs, die mittlerweile geschlossen wurden. Die Produktion in Griechenland soll eingestellt und nach Bulgarien verlagert werden. Die inzwischen entlassenen Beschäftigten wehren sich mit einem Proteststreik und einer überregionalen Boykottkampagne gegen den Limonadenproduzenten. Ein europaweiter Aktionstag von Gewerkschaften und Betriebsräten bei Coca-Cola soll am heutigen Montag Druck auf den Konzern ausüben, der in Griechenland nach wie vor schwarze Zahlen schreibt.

Noch vor zwei Jahren war die Abfüllanlage bei Thessaloniki vom Konzern als die produktivste des Landes gelobt worden. Doch am 30. September letzten Jahres wurden alle Arbeiter entlassen – was den griechischen Gesetzen widersprach,...

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