30.04.2014 / Inland / Seite 8

»Deren Forderungen gehen uns nicht weit genug«

Antifaschistische Linke Berlin ruft zu einer revolutionären 1.-Mai-Demonstration in der Haupstadt auf. Gespräch mit Clementine Noack

Elsa Koester
Clementine Noack ist aktiv bei der Antifaschistischen Linken Berlin

Der Arbeiterkampftag ist ein Tag großer Gewerkschaftsdemonstrationen. Sie rufen traditionell mit anderen radikal linken Gruppen zu einer eigenen »revolutionären« Demons­tration auf. Warum?

Die Gewerkschaftsdemonstrationen sind gut und richtig. Natürlich finden wir es gut, wenn viele Menschen für bessere Arbeitsbedingungen auf die Straße gehen. Deren Forderungen gehen uns aber nicht weit genug. Wir wollen eben nicht den »besseren Kapitalismus«, in dem wir dann zum Mindestlohn ausgebeutet werden. Wir wollen ein ganz anderes Gesellschaftssystem, und da gibt es innerhalb des Bündnisses auch Widersprüche, wie das aussehen soll.

Als Linke führen wir ständig Abwehrkämpfe: gegen Sozialabbau, gegen Nazis, gegen Einschnitte im Gesundheitswesen. Am 1. Mai wollen wir zeigen, daß es dazu eine Alternative gibt, jenseits des Kapitalismus. Der 1. Mai ist aber nur ein Schlaglicht, auch danach wird es wei...


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