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25.04.2014 / Ausland / Seite 7

Erdogan hat Mitleid

99 Jahre danach: Türkischer Ministerpräsident geht auf Nachfahren der ermordeten Armenier zu

Nick Brauns
Als erster türkischer Regierungschef hat Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan am Mittwoch völlig überraschend den Nachfahren der während des Ersten Weltkrieges in den Jahren 1915/16 getöteten Armeniern sein Beileid ausgesprochen. Anlaß war der 99. Jahrestag des Beginns der Deportationen der Volksgruppe im Osmanischen Reich. In Armenien und von der armenischen Diaspora wird der 24. April als Gedenktag an den Völkermord durch das jungtürkische Regime begangen.

Es sei menschliche Pflicht, »auch das Gedenken der Armenier an die Erinnerung an das Leid, das die Armenier zu jener Zeit durchlebt haben, zu verstehen und es mit ihnen zu teilen«, erklärte Erdogan, der in seiner in acht Sprachen einschließlich Ost- und Westarmenisch veröffentlichten Erklärung das Wort »Genozid« ebenso vermied wie die Benennung der Verantwortlichen für Deportationen und Massaker. »Die Vorfälle, die sich während des Ersten Weltkrieges ereigneten, sind unser gemeinsames Leid«, vermis...

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