25.04.2014 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Hafen der Träumer

Wilhelmshaven: Politik und Wirtschaft versprechen Aufschwung für den arbeitslosen JadeWeserPort – falls Reedereiallianz P 3 zustande kommt

Burkhard Ilschner
Der Tiefwasserhafen an der Jade sorgt seit Anbeginn für Negativschlagzeilen: Zwar nicht, wie im ARD-Tatort am kommenden Sonntag, wegen Menschenhandels mit Flüchtlingen. Dafür aber mit einer nicht endenden Serie von Ausschreibungsgezänk, schweren Pannen beim Bau, verzögerter Inbetriebnahme, Streitigkeiten sowohl um Gebühren als auch mit Investoren. Als »Krönung« kommt die dramatisch niedrige Auslastung des JadeWeserPort (JWP) hinzu, die erst zu Kurzarbeit führte und aktuell den Beschäftigten Lohnverzicht abverlangt (jW berichtete).

Mit Blick auf den boomenden Containerhandel vor allem zwischen Europa und Fernost sollte der Hafen mit 18 Meter tiefer Fahrrinne die zentrale deutsche Kaje für die immer größer werdenden Schiffe sein. Mehr als eine Milliarde Euro Steuergelder hat das Projekt verschlungen, wird aber im Schnitt nur von zehn bis elf Schiffen angelaufen – pro Monat.

Zu rund einem Drittel sind das zudem mittelgroße Einheiten im Regionalverkeh...



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