24.04.2014 / Titel / Seite 1

Streik in der Ostukraine

Proteste im Donbass gewinnen soziale Dimension. Kiew setzt »Antiterroreinsatz« fort. Lawrow droht mit Intervention bei Angriff auf Russen

Reinhard Lauterbach
Die Proteste im ostukrainischen Donbass gewinnen eine so­ziale Dimension. Erstmals seit Beginn der Krise traten am Mittwoch rund 2000 Bergleute aus Krasnodon im Gebiet Luhansk in den Ausstand. Sie hißten auf dem Förderturm ihrer Zeche die Fahne der »Volksrepublik Donezk« und verlangten neben einer Lohnerhöhung um 25 Prozent auch ein Referendum über die Zukunft der Region. Das bestreikte Bergwerk gehört dem Oligarchen Rinat Achmetow.

Am Rande der seit Tagen von Aufständischen kontrollierten Stadt Slowjansk wurde in einem Fluß die Leiche eines Stadtratsabgeordneten der Timoschenko-Partei »Vaterland« gefunden. Kiew und die Aufständischen schieben sich gegenseitig die Verantwortung für den Tod des Politikers zu. Die Kiewer Machthaber behaupteten umgehend, daß für den Mord zwei russische Offiziere verantwortlich seien: der eine mit Namen Strelkow (Schütze), der andere mit Namen »Biesler« – ein jüdisch klingender Name. Beweise legten sie nicht vor.

Das ...



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