24.04.2014 / Ausland / Seite 6

Holprige Integration

Die Umstellung der Krim auf das Leben als Teil Rußlands verläuft schwieriger als erhofft

Reinhard Lauterbach
Einen Monat nach dem Beitritt zur Russischen Föderation sind viele Bewohner der Krim von der neuen Realität ernüchtert. Die Umstellung vom ukrainischen auf das russische Rechtssystem ist auf dem Papier vollzogen, aber in der Realität erfolgt sie mit einigen Schwierigkeiten. Das beginnt mit der Ausstellung russischer Ausweise anstelle der bisherigen ukrainischen. Endlose Schlangen weisen den Weg zu den Ämtern, wo diese Papiere beantragt werden können. In der Verwaltungshauptstadt Simferopol ist die Schlange nach örtlichen Presseberichten 12000 Namen lang. Schon beginnen ältere Bewohner, aus sowjetischen Zeiten eingeübte Techniken des Schlangestehens wiederzubeleben und bieten ihre Dienste als Platzhalter an. Ähnlich ist es überall, wo der Staatsbürger etwas anmelden oder registrieren muß: von der Umschreibung der Führerscheine bis zur Kfz-Zulassung unter russischen Nummern, von der Krankenversicherung bis zum Bankkonto. Auf den Straßen herrscht derweil ein...

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