23.04.2014 / Inland / Seite 4

Auf Lohnverzicht gebaut

Renommierprojekt JadeWeserPort: Wilhelmshavener Superhafen dümpelt vor sich hin, Beschäftigte büßen 15 Prozent ein. Arbeitsplatzsicherung wird abgefeiert

Burkhard Ilschner
Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) ist derzeit unterwegs in China. Sein erklärtes Ziel ist es, unter anderem auch für den Wilhelmshavener JadeWeserPort (JWP) zu werben: Zu Hause warten mehrere hundert Beschäftigte dieses Superhafens auf den Erfolg.

Der JWP ist jenes bremisch-niedersächsische Renommierobjekt, das seit Inbetriebnahme im September 2012 weitgehend beschäftigungslos vor sich hin dümpelt: Es mußte unbedingt für rund eine Milliarde Euro Steuergelder und unter erheblichen Pannen und Streitereien ein »Tiefwasserhafen« am Jadebusen gebaut werden, den dann aber eigentlich niemand brauchte: 2013 sind hier rund 76000 Standardcontainer (TEU) umgeschlagen worden – zum großen Teil Leercontainer –, obwohl es den Prognosen nach mindestens 700000 hätten sein sollen.

Der Hafenbetreiber Eurogate, ein teilstaatliches bremisch-hamburgisches Umschlagsunternehmen mit globalen Aktivitäten, verkündete jüngst als Vorjahrsbilanz eine eur...



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