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16.04.2014 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Schwieriger Balanceakt

Inflation, Tarifkampf, Generalstreik: Argentiniens Regierung versucht mit Preisstützungen für Basisversorgung soziale Spannungen zu mildern

Lena Kreymann
Diese Woche startet in Argentinien die zweite Phase eines bemerkenswerten Programms: Es soll angesichts der hohen Inflation eine Basisversorgung zu gleichbleibenden Preisen über drei Monate garantieren. Am vergangenen Donnerstag hatte die Regierung die neue Liste der »geschützten Preise« veröffentlicht, wie die linke Tageszeitung página 12 am vergangenen Freitag berichtete. Am gleichen Tag kam es zu einem landesweiten Generalstreik oppositioneller Gewerkschaften, bei dem zahlreiche Fabriken geschlossen blieben und der Nahverkehr in und um Buenos Aires lahmgelegt wurde. Die Streikenden errichteten Straßensperren auf Autobahnen und wichtigen Zufahrtsstraßen. Die Gewerkschafter forderten insbesondere »freie Tarifverhandlungen« sowie Rentenerhöhungen und protestierten gegen die Inflation und die offizielle Abwertung des argentinischen Peso Ende Januar.

Mit dem im Januar gestarteten Programm sollen die staatlich festgelegten Preise als »Referenz« für die komm...

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