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14.04.2014 / Schwerpunkt / Seite 3

»Atomkraftwerke sind keine Lösung«

Sparen als Programm: Bundesregierung muß mit nationalem Aktionsplan Stromverbrauch senken. Vorbild könnte Dänemark sein. Ein Gespräch mit Lutz Mez

Wolfgang Pomrehn
Lutz Mez lehrt am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin

Der Ausstoß von Treib­hausgasen muß rasch und drastisch gesenkt werden, um den Klimawandel noch in den Griff zu bekommen. Hierzulande steigen die Emissionen jedoch wieder. Verantwortlich ist die Ener­giewirtschaft, auf deren Konto rund 40 Prozent der Emissionen gehen.

Wir haben in Deutschland inzwischen erhebliche Überkapazitäten in der Stromproduktion. Daher hatten wir im letzten Jahr den höchsten Nettostromexport in der Geschichte der Bundesrepublik. Das war vor allem Strom aus Braunkohlekraftwerken, was die deutsche Treibhausgasbilanz belastet. In Deutschland werden im Durchschnitt über 500 Gramm CO2 pro Kilowattstunde erzeugt. Das ist aus der Sicht des Klimaschutzes viel zu viel.

Wie könnte das geändert werden?

Zum einen muß der Stromverbrauch gesenkt werden. Wir brauchen Programme, die massiv Effizienzsteigerung in der Industrie unterstützen. Es fehlt zum Beisp...

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