05.04.2014 / Inland / Seite 5

jW an Schulen erlaubt

Der Präsident des Verwaltungsgerichts Wiesbaden stellt klar: Die junge Welt darf im Unterricht verwendet werden – auch wenn er sie als »extrem« betrachtet

Gitta Düperthal
Kaum zu glauben, welche Aufregung heutzutage das Verteilen eines Zeitungsartikels an einer Schule hervorrufen kann, wenn dies ein verbeamteter Lehrer tut und der Text aus der jungen Welt stammt. Gundolf Hambrock, Studienrat an den Beruflichen Schulen Gelnhausen, hatte dies schon 2011 erfahren müssen. Schulleiter Günter Rau hatte ihm deshalb eine »Mißbilligung« erteilt. Sein Vorwurf: Durch das Austeilen des jW-Artikels »Der Papst gehört nicht in den Deutschen Bundestag, sondern vor ein internationales Gericht« an die Schüler habe Hambrock die »Neutralitätspflicht verletzt«. Hambrock hatte Widerspruch gegen diese Maßregelung eingelegt, die zwei Jahre in der Akte verbleibt und bei Beförderungen hinderlich sein kann. Weil das Staatliche Schulamt für den Main-Kinzig-Kreis den Widerspruch abgelehnt hatte, klagte der engagierte Studienrat vor dem Verwaltungsgericht Wiesbaden. Mit Erfolg: Am Donnerstag hat dessen Präsident Egon Christ als Vorsitzender der zuständ...

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