Gegründet 1947 Dienstag, 20. Oktober 2020, Nr. 245
Die junge Welt wird von 2422 GenossInnen herausgegeben
26.03.2014 / Inland / Seite 5

Polizei außer Kontrolle

Pfefferspray wird immer maßloser eingesetzt, lebensgefährliche Wechselwirkungen weiter bestritten. In Sachsen gingen Beamte gar mit Frostschutzmittel auf Linke los

Markus Bernhardt
Immer häufiger kommt es in der Bundesrepublik zu brutalen Pfeffersprayeinsätzen gegen Demonstrierende. So setzte die Berliner Polizei allein 2013 in 499 Fällen den unter Umständen lebensgefährlichen Reizstoff ein. Dies geht aus einer Antwort des Berliner Innensenators Frank Henkel (CDU) auf eine parlamentarische Anfrage der Piratenfraktion im Abgeordnetenhaus hervor.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) beteuert gebetsmühlenartig, Pfefferspray werde nur zielgerichtet gegen »Gewalttäter« eingesetzt, gesundheitliche Gefahren bestünden nicht. Die Realität widerlegt solche Aussagen. So gingen in Mannheim erst vergangenen Sonnabend Polizisten mit Schlagstöcken und Pfefferspray gegen demonstrierende Antifaschisten vor. Mehrere von ihnen erlitten nach Augenzeugenberichten im Internet »zum Teil schwere Verletzungen«.

Organisationen wie Amnesty International (AI) weisen seit langem auf die von dem Reizstoff ausgehenden Gefahren hin und fordern dessen Verbot. AI do...



Artikel-Länge: 4177 Zeichen

Dieser Beitrag ist gesperrt und nur für Onlineabonnenten lesbar. Die Tageszeitung junge Welt finanziert sich vor allem aus den Aboeinnahmen. Mit einem Onlineabo tragen Sie dazu bei, das Erscheinen der jungen Welt und ihre Unabhängigkeit zu sichern.

Für Unentschlossene gibt es die Tageszeitung junge Welt auch am Kiosk, für 1,90 € wochentags und 2,30 € am Wochenende. Alle belieferten Verkaufsstellen in Ihrer Nähe finden Sie hier.

Vollen Zugriff auf alle Artikel bietet das Onlineabo. Jetzt bestellen unter www.jungewelt.de/abo.

Unverzichtbar! Jetzt junge Welt stärken.

Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

43,60 Euro/Monat Soli: 55,60 €, ermäßigt: 30,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

20,60 Euro/Monat Soli: 27,60 €, ermäßigt: 13,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

43,60 Euro/Monat Soli: 55,60 €, ermäßigt: 30,60 €