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22.03.2014 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Schlechte Zeiten

Spekulationsblasen, kaum Wachstum, ausgebremste Schwellenländer und Schadensbegrenzung in China: Ein Handelskrieg zwischen der EU und Rußland käme sehr ungelegen

Rainer Rupp
Unabhängig vom Umsturz in der Ukraine haben sich in den zurückliegenden Wochen über der Weltwirtschaft dunkle Wolken zusammengezogen. Zugleich schüren die USA weiter die Auseinandersetzung um die Krim, spielen EU und Rußland gegeneinander aus. Letztere sind wirtschaftlich so miteinander verwoben, daß sie bei einem Handelskrieg die Verlierer wären. Washington indes ginge politisch und ökonomisch gestärkt aus dem Konflikt hervor, nicht zuletzt durch das Stabilisierung des angeschlagenen Dollars als Weltreservewährung.

Sollte der Westen bei dem Spiel Erfolg haben, ist abzusehen, daß ein Wirtschaftskrieg zwischen EU-Ländern und Rußland einen erneuten globalen wirtschaftlichen Absturz auslösen würde. Derzeit drohen insbesondere die überdimensionierten Spekulationsblasen auf den internationalen Finanzmärkten zu platzen – wie bereits 2008. Deren Wachsen war entscheidend durch die extrem lockere Geldpolitik der US-Notenbank und der Zentralbanken der EU, Ja...

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