22.03.2014 / Abgeschrieben / Seite 8

Geopolitisches Hintergehen

Der frühere Staatssekretär im deutschen Verteidigungsministerium und langjähriger Direktor des Stockholmer Friedensforschungsinstituts ­SIPRI, Walther Stützle, plädiert in der Wochenzeitung Freitag unter der Überschrift »Es wird Zeit umzudenken« für eine neue Partnerschaft mit Rußland:

Der langjährige unsinnige Versuch von EU und NATO, Rußland geopolitisch zu hintergehen, ist gescheitert; für einen rechtzeitigen Umstieg fehlten Einsicht und Konzept. Die Kanzlerin ließ noch Anfang Dezember 2013 ihren Außenminister Guido Westerwelle auf dem Maidan auftreten, trug ausgerechnet die Gaunerin Frau Timoschenko wie eine Ikone vor sich her und ließ den Bundespräsidenten gewähren, als er aus persönlichen Gründen die Olympischen Winterspiele in Sotschi demonstrativ mied. Die Zuflucht zu verunglückten Gesten verdrängte situationsgerechte Politik.

Gleicher...


Artikel-Länge: 2662 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe