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22.03.2014 / Wochenendbeilage / Seite 6 (Beilage)

Zuckererbsen für Proletarier

Vor dreißig Jahren erhielt Jaroslav Seifert den Literaturnobelpreis

Heidi Beutin
Heidi Beutin, geb. 1945 in Hamburg, arbeitet nach journalistischer Tätigkeit als freie Wissenschaftspublizistin und engagiert sich ehrenamtlich als stellvertretende Vorsitzende von ver.di Nord. Aktuelle Buchveröffentlichung: Heidi Beutin, Wolfgang Beutin, Heinrich Bleicher-Nagelsmann, Herbert Schmidt, Claudia Wörmann-Adam (Hg.): »Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen«. Vom Mythos Morgenland zur Wirklichkeit. Talheimer Verlag, Mössingen 2013, 216 Seiten, 29 Euro






Der tschechische Dichter Jaroslav Seifert (1901–1986) wurde 1984, also vor dreißig Jahren, mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. In einem seiner frühen Gedichte hatte er die Sehnsüchte des Proletariers zum Ausdruck gebracht, darunter auch dessen Verlangen, die von der Not diktierte Askese zu beendigen, um sich, den Bürgern gleich, an kulinarischen Genüssen zu delektieren, womit er die von Heinrich Heine ausgegebene Parole »Zuckererbsen für jedermann« erneuerte:

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