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22.03.2014 / Fotoreportagen / Seite 4 (Beilage)

Für Perama ist das Schiff schon abgefahren

In Griechenlands traditionsreicher Hafenstadt herrschen nach vier Jahren Krise Arbeitslosigkeit und Resignation

Rafael Kominis
In Perama, einer Arbeiterstadt westlich von Athen, befanden sich früher einige der betriebsamsten Werften Griechenlands. Das Land ist seit jeher eine Wiege der Seefahrt und besaß daher einmal eine der weltweit größten Schiffsbauindustrien. Die Löhne waren gut und Arbeitsplätze ausreichend vorhanden. Von einem steilen Hügel aus, der sich dem Meer entgegenstreckt, betrachteten persische Könige einst vor 2500 Jahren die Zerstörung ihrer Invasionsflotte vor der Insel Salamis. Viele Jahrhunderte später wurden dort Apartmentblocks hochgezogen.

In den letzten vier Jahren, während Griechenland in eine dramatische politische und soziale Krise stürzte, veränderte sich das Leben in Perama dramatisch. Siebzig Prozent der örtlichen Schiffsbauanlagen gingen pleite. Die Arbeitslosenquote im Dorf beträgt nun 45 Prozent und liegt damit noch über dem ohnehin schon schwindelerregenden landesweiten Durchschnitt von 28 Prozent. Die meisten im Dorf glauben, daß Perama nur noc...

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