20.03.2014 / Feuilleton / Seite 13

Am Feuer

Zu Hause ist bei Punks wieder im Kommen, CDs sind es sowieso: Das Homestory Magazin

Alexander Reich
Eine Homestory lebt von der Preisgabe intimer Details. Wichtigste Gegenleistung ist die straighte Affirmation. Warum soll es so etwas nur über die Reichen und Schönen geben? Ein Augsburger Reporterteam hat bei deutschen Punkrockstars zu Hause vorbeigeschaut. Immer nur schön war das nicht. Doch die Reporter sind Fans geblieben und haben alles gegeben, auch wenn das manchmal nur 13,80 Euro waren. Wie bei Carsten Friedrichs, dem Sänger der 2012 viel zu früh aufgelösten Band Superpunk. Er ist einer von 20 »Männern mittleren Alters«, die es in das erste Homestory-Magazin geschafft haben.

Mit Friedrichs kamen die Reporter eher zufällig ins Gespräch. An einem Brunnen in Hamburg sprach er sie auf ihre Bierflaschen an: »Entschuldigung, braucht ihr die noch?« Leider waren die erst zu einem Drittel leergetrunken. Die für die Homestory über ihn ausgehandelten 13,80 Euro steckte Friedrichs ohne zu zögern in einen Geldspielautomaten. »Zu Hause ist schlecht«, meinte er...

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