19.03.2014 / Ausland / Seite 7

Blut für Soja

Paraguay: Großgrundbesitzer okkupieren mit Hilfe korrupter Beamter staatliche Ländereien. Arme Bauern werden verfolgt und ermordet

Carmela Negrete
In Paraguay ist am vergangenen Mittwoch der Bauernführer Eusebio Torres von bislang unbekannten Tätern ermordet worden. Der Anschlag traf den 64jährigen im Hof seines Hauses im südöstlichen Departamento Alto Paraná. Nur einen Tag zuvor hatte Torres an einer »öffentlichen Beschwerde« vor dem Gebäude des Nationalen Instituts für die Entwicklung von Grund und Boden (INDERT) teilgenommen, um auf den illegalen Anbau von Soja und Mais durch Großgrundbesitzer in der Siedlung Santa Lucía, Distrikt Itakyry, hinzuweisen.

Im Gespräch mit der Tageszeitung Última Hora bestritt INDERT-Chef Justo Cárdenas am Montag (Ortszeit) jeden Zusammenhang seiner Behörde mit dem Mord. Zugleich räumte er jedoch ein, daß es zahlreiche Ländereien im Staatsbesitz gebe, die ohne Genehmigung von privaten Unternehmen bewirtschaftet und ausgebeutet werden. In diese illegale Landnahme seien auch Beamte seines Instituts verwickelt, die Konzessionen gegen Schmiergelder an Großunternehmen ver...

Artikel-Länge: 4386 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe