06.03.2014 / Ausland / Seite 7

Britisches Störfeuer

»Cuban Five«: Behörden verweigern René González Einreise zu Anhörung in London. Protest von Abgeordneten und Gewerkschaftern

Volker Hermsdorf
Mit einem Einreiseverbot behindern die britischen Behörden eine am Freitag in der renommierten Londoner »Law Society« beginnende internationale Anhörung über den Fall der »Cuban Five«. Die fünf Männer, von denen drei noch immer in den USA in Haft sitzen, hatten in den 90er Jahren antikommunistische Terrorgruppen in Miami unterwandert, um Anschläge in ihrer kubanischen Heimat zu verhindern. Dafür wurden sie in einem international als unfair kritisierten Prozeß zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Darüber sollte in London auch René González informieren, der im vergangenen Jahr nach Kuba zurückkehren konnte. Nun verweigern ihm jedoch die britischen Behörden die Einreise.

Wie die linke Tageszeitung Morning Star am Dienstag abend in ihrer Onlineausgabe berichtete, besitzt González bereits ein französisches Visum. Trotzdem verweigert ihm London die Einreise. Begründet wird das mit einer Regelung, nach der Menschen, die mehr als vier Jahre inhaftiert gewesen...

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