Der Schwarze Kanal
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05.03.2014 / Feuilleton / Seite 12

Und ein hochelegantes »Passé«

Harmonien aus Schönheit und Komik: Porträt des Düsseldorfer Ballettchefs Martin Schläpfer

Gisela Sonnenburg
Die Kunst sei eine Tochter der Freiheit, befand Friedrich Schiller. In Zeiten, in denen diese verwandtschaftliche Beziehung zunehmend Gewinninteressen unterworfen wird, sind Nischenkünste wie das Ballett umso wichtiger. Der 1959 in der Schweiz geborene Tänzer und Choreograph Martin Schläpfer weiß das. Als Chef des Düsseldorfer Balletts am Rhein probiert und perfektioniert er Nuancen der Moderne. Auf Schockwirkung zielt Schläpfer nie, Beschwichtigungstheater kann man ihm gleichwohl nicht andichten. Er ist ein Meister der feinen Zwischentöne und der sanften Ironie.

Wiederholt arbeitete Schläpfer mit Kompositionen des norddeutschen Romantikers Johannes Brahms (1833–1897). Der versank in manchem »Sturm im Wasserglas«, für Schläpfer ein Seelenverwandter. Dennoch ist jede neue Choreographie ein Wagnis. Schläpfer: »Man muß den Mut haben, auf einer weißen Leinwand zu beginnen und dann permanent weiter zu malen, zu überschreiben, zu entscheiden, was stehenb...

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