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27.02.2014 / Inland / Seite 2

»Alles wurde auf die Versicherten abgewälzt«

Patienten sollen den Krankenkassen demnächst »Zusatzleistungen« zahlen. Arbeitgeber bleiben wieder ungeschoren. Gespräch mit Alfred Spieler

Gitta Düperthal
Alfred Spieler ist Referent für Sozialpolitik beim Bundesverband Volkssolidarität

Sozialverbände warnen vor unzumutbaren Belastungen der Versicherten durch Zusatzleistungen für die Krankenkassen. Wie trifft das Niedrigverdiener und Rentner?

Wie im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD festgelegt, soll die Finanzierungsstruktur der gesetzlichen Krankenkassen verändert werden. Zunächst beginnt alles damit, daß die Beiträge der Arbeitgeber bei 7,3 Prozent festgeschrieben bleiben sollen. Für sie ändert sich also nichts. Die Versicherten selbst aber sollen den Kassen Zusatzleistungen bezahlen. Das heißt: Während die Arbeitgeber weiterhin ihrer Mitverantwortung für die Kostenentwicklung im Gesundheitsbereich nicht gerecht werden, haben Beschäftigte sowie Rentnerinnen und Rentner über Jahre hinaus sämtliche Kostensteigerungen alleine zu tragen.

Positiv finden wir lediglich, daß die von der ehemaligen CDU/CSU/FDP-Regierung eingeführte sogenannte Kopfpausch...


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