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26.02.2014 / Feuilleton / Seite 12

»Future« abfackeln

Von der Fragilität der Verhältnisse: Gesellschaftspolitische »Übergänge« in Krise und Katastrophe in einer Wiener Ausstellung

Matthias Reichelt
Übergänge und Untergänge liegen oft nah beieinander. Suchten linke Intellektuelle in den 70er und 80er Jahren noch nach gesellschaftlichen Übergängen zum Kommunismus, nicht nur in den realsozialistischen Staaten, so waren die nach 1989 in Osteuropa ausgerufenen »Transformationen« Übergänge in ökonomische Katastrophen.

In Wien hat sich eine Ausstellung des komplexen Themas der gesellschaftspolitischen »Übergänge« angenommen: »Places of Transition« im Wiener Museumsquartier. Nicht nur der sukzessive Kollaps des Ostblocks, sondern auch die Finanz- und Bankenkrise zeitigten drastische Folgen, denen sich die meisten Arbeiten der von Gülsen Bal und Walter Seidl konzipierten Ausstellung widmen.

Wie um die radikale Trennung von Arm und Reich, von Pauperisierten und Gated Communites, zu demonstrieren, zieht sich eine Wand durch die gesamte Länge des »Freiraums«, die nur an einem Ende einen schmalen Durchgang auf die andere Seite gewährt. Am Anfang des Parcours t...



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