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24.02.2014 / Inland / Seite 5

Rückkehr ins Elend

Abgeschobene Familien im Kosovo leiden unter Diskriminierung und Armut. Aktivisten berichten über die prekären Lebensverhältnisse der Menschen

Gitta Düperthal
Die Situation von aus Deutschland abgeschobenen Roma im Kosovo ist nach wie vor von Armut, Arbeitslosigkeit und Diskriminierung geprägt. Das haben aktuelle Recherchen ergeben, die Aktivisten auf Initiative des Roma Centers Göttingen im Rahmen der Kampagne »Alle Bleiben« vor Ort im Kosovo unternommen haben. »Seitdem die Bundesregierung das Rücknahmeabkommen für die einstigen Kriegsflüchtlinge mit der Regierung des seit 2008 unabhängigen Kosovo im April 2010 unterzeichnet hat, leiden Familien unter den prekären Verhältnissen«, sagte der Vorsitzende des Roma Centers, Kenan Emini, am Sonntag gegenüber junge Welt. Die Gruppe von sechs Leuten – darunter politische Aktivisten, zwei Journalisten und der Anwalt Jan Zürich – habe auf ihrer Mitte des Monats begonnenen Reise verschiedene Familien besucht und »erschütternde Beobachtungen« machen müssen.

Unter anderem bei Familie Shala in Péja, die bis zu ihrer Abschiebung am 7. März 2010 seit 21 Jahren in...

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