22.02.2014 / Feuilleton / Seite 12

Ein Leben im Widerstand

Vor 110 Jahren wurde Leopold Trepper geboren, Chef der bedeutendsten antifaschistischen Nachrichtenorganisation während des Zweiten Weltkriegs

Alexander Bahar
Den Name »Rote Kapelle« vergab die Gestapo. »Wir haben ihn als Ehrennamen übernommen. Denn ›Rot‹ steht für das Blut, das unsere Mitkämpfer geopfert haben«, schreibt Leopold Trepper in seiner 1975 unter dem Titel »Le Grand Jeu« erschienenen Autobiographie. Deren Kern bildet der Bericht über den Aufbau, die Tarnung und die Erfolge dieses über ganz Westeuropa verzweigten nachrichtendienstlichen Netzes, das der NS-Führung wichtigste militärische Geheimnisse entreißen konnte.

»Pianisten« an Moskau

Leopold Trepper wurde am 23. Februar 1904 in der galizischen Kleinstadt Nowy Targ in eine in bescheidenen Verhältnissen lebende jüdische Familie hineingeboren. 1921 zog die Familie nach Oberschlesien. Eine schwere Wirtschaftskrise brachte weiten Teilen der polnischen Bevölkerung Hunger und materielle Not. Trepper schlug sich als Handlanger durch, engagierte sich in kommunistischen Jugendverbänden und besuchte in seiner freien Zeit Vorlesungen in Soziolo...

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