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21.02.2014 / Feuilleton / Seite 12

Gelebt für alle Zeiten

Kreuzberger Notizen

Eike Stedefeldt
Bevor Film- und Tonapparate sie bewahren konnten, lebte die Kunst eines Mimen allein in den Köpfen seiner Zuschauer fort – und starb mit dem letzten. Auch einem am 24. Februar 1914 Gestorbenen erging es so, der fünfzig Jahre in Berlin im späteren Kreuzberg gewohnt hatte, die letzten vierzehn im Haus Hornstraße 2. Im Spiegel des führenden Kritikers seiner Zeit läßt sich dennoch jenes längst Vergessenen gedenken, dessen Metier Nebenrollen waren.

Am 18. August 1870 geht Paul Heyses »Colberg« über die Bühne des Königlichen Schauspielhauses. »Von den kleineren Partien« sprach uns »der Ratskellermeister des Herrn Dehnicke am meisten an«, applaudiert Theodor Fontanes zweite für die Vossische Zeitung verfaßte Kritik einem, der, obwohl erst 30, bereits die siebte Spielzeit der Hofbühne angehört.

Bis zum Abschied von der Voss 1889 wird Fontane die Karriere des am 18. Dezember 1839 in Berlin Geborenen mit Sachkunde verfolgen. »Hrn. Dehnickes Pedell müssen wi...



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