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15.02.2014 / Inland / Seite 4

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Feuertod Oury Jallohs im Polizeirevier: Gutachten stützt Mordthese, aber Generalbundesanwalt weist Strafanzeige zurück

Susan Bonath
Ein herber Rückschlag für die Initiative »In Gedenken an Oury Jalloh«: Generalbundesanwalt Harald Range hat ihre Strafanzeige wegen Verdachts auf Mord gegen Unbekannt an die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt überwiesen. Das teilte er der Initiative mit Schreiben vom 11. Februar mit, welches jW vorliegt. Der aus Sierra Leone stammende Oury Jalloh verbrannte am 7. Januar 2005 im Dessauer Polizeirevier bis zur Unkenntlichkeit. Er war an Händen und Füßen auf einer feuerfest umhüllten Matratze gefesselt. Trotz zweier Gerichtsprozesse sind die Umstände ungeklärt. Ein von der Initiative aus Spenden finanziertes Brandgutachten legte im November ein Tötungsverbrechen nahe (jW berichtete). Demnach war das Brandbild nur mit großen Mengen Beschleuniger reproduzierbar. Die Initiative und die Opferanwälte werfen Sachsen-Anhalts Justiz seit langem vor, Indizien nicht nachzugehen und die Aufklärung zu boykottieren.

In Ranges Auftrag übermittelte der Kar...

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