13.02.2014 / Inland / Seite 4

Hologramm gegen Mundraub

Jobcenter im hessischen Waldeck-Frankenberg sichert Lebensmittelgutscheine gegen Fälschung, in Eschwege sind Studenten wegen »Containerns« angeklagt

Susan Bonath
Die Sozialpolitik in Deutschland treibt krude Blüten. Damit sanktionierte Bezieher von Grundsicherung (Hartz IV) nicht unerlaubt mehr essen, als ihnen zugestanden wird, hat sich das Jobcenter im nordhessischen Waldeck-Frankenberg etwas ganz Besonderes einfallen lassen: fälschungssichere Lebensmittelgutscheine. Dafür will die Behörde die »Essenskarten« ab sofort mit einem 3-D-Hologramm versehen, wie Geschäftsführer Reinhold Lohmar der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen am Wochenende sagte.

Der Behördenchef beruft sich unter anderem auf einen aktuellen Fall. So war im November ein Erwerbsloser aus dem Frankenberger Land zu einer Haftstrafe von 21 Monaten verurteilt worden, weil er Gutscheine am Computer gefälscht und damit »eingekauft hatte«. Allerdings sei, betonte Lohmar, »dieser Einzelfall nicht der Hauptgrund für die Sicherheitsvorkehrungen« gewesen. In erster Linie wolle er verhindern, daß Bedürftige, die auf die Gutscheine angewiesen sind, nich...

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