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13.02.2014 / Inland / Seite 8

»Sanktionen eingeschnorrt und eingeschnöselt«

Erst Hungerstreik, jetzt Deutschland-Tournee: Einzelkämpfer gegen Hartz IV will Behörden weiter nerven. Ein Gespräch mit Ralph Boes

Peter Wolter
Der Berliner Ralph Boes wurde durch einen Hungerstreik bekannt, mit dem er die Verfassungswidrigkeit der Hartz-IV-Gesetze anprangerte

Sie haben Ihr zuständiges Jobcenter zu allerlei Sanktionen provoziert und dann mit einem über 50tägigen Hungerstreik gegen genau diese Sanktionen protestiert. Jetzt planen Sie als Einzelkämpfer in Sachen Hartz-IV-Protest eine Deutschlandtournee, am Montag soll es losgehen. Wie wollen Sie die Behörden dieses Mal nerven?

Das ist richtig, diese Sanktionen hatte ich bewußt provoziert, um zu zeigen, das das System so nicht funktioniert. Mein Grundgedanke ist, daß Arbeit nicht unbedingt an Gelderwerb gebunden sein muß – jeder Mensch sollte die Arbeit verrichten, die er für sich für angemessen hält. Das nämlich hat gesellschaftlichen Rang, nicht aber, wenn ich mich bei einem Zwei-Euro-Job in einem Callcenter ausnutzen lasse.

Ich habe meine Proteste so lange durchgezogen, bis mir alles Geld genommen wurde. Für Essen, Miete, ...


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