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07.02.2014 / Feminismus / Seite 15

»Bewegter Mensch«

Die Dichterin Henriette Hardenberg wäre am Mittwoch 120 Jahre alt geworden. Sie hat während beider Weltkriege versucht, der Gewalt ihre Verse entgegenzusetzen

Christiana Puschak
Am 2. April 1913 veröffentlicht Franz Pfemfert in seiner Zeitschrift Aktion die ersten beiden Gedichte von Margarete Rosenberg: »Wir werden« und »Liebe«. Wortkräftig und kühn läßt eine 19jährige hören: »Wir werden herrlich aus Wunsch nach Freiheit. / Der Körper dehnt sich«. Als ihr Vater, der arrivierte Rechtsanwalt Hugo Rosenberg davon erfährt, verbietet er das Veröffentlichen ihrer »Machwerke unter eigenem Namen«. Von Bildern und Tönen eingefangen, wie sie später in ihren Erinnerungen schreibt, nennt sie sich mit Pfemferts Hilfe fortan Henriette Hardenberg.

Geboren am 5. Februar 1894 in Berlin, wächst sie in einem liberal-bürgerlichen Elternhaus auf. Der Musik – die Mutter hatte Gesang studiert, der Bruder Hans spielte Klavier –, der Literatur und der Malerei galt das besondere Interesse der Familie. Diese kunstliebende Atmosphäre weckte und förderte nicht nur Henriettes Neigung zum Dichten, sondern auch zum Ich-suchenden Ausbruch aus der f...

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