30.01.2014 / Medien / Seite 15

»Sie sind in der Regel Einzelkämpfer«

Freie Journalisten verdienen durchschnittlich 11000 Euro im Jahr. Und haben keine Rücklagen, um einen Rechtsstreit durchzustehen. Ein Gespräch mit Benno Stieber

Gitta Düperthal
Benno Stieber ist Journalist und Vorsitzender der Organisation »Die Freischreiber«, die sich für freie Journalisten engagiert

Sie beklagen, die Pressefreiheit gerate unter Druck: etwa wenn ein investigativ arbeitender freier Journalist zuwenig Rückhalt in Redaktion und Verlag hat, für die er schreibt. Wie sieht das im Extremfall für einen solchen Kollegen aus?

Ich möchte es am Beispiel des freien Journalisten Hubert Denk aus Passau verdeutlichen. Denk hatte 2010 über den Prozeß gegen einen Heilpraktiker berichtet, der wegen Betruges verurteilt wurde. Der Mann hatte Geschäfte mit dem Laborarzt Bernd Schottdorf gemacht. Gegen letzteren wird seit mehr als zehn Jahren immer wieder wegen betrügerischer Abrechnungen bei den Krankenkassen ermittelt. Bei seinen Recherchen erfuhr Denk von einer Parteispende Schottdorfs an den damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU). Die Spende war legal.

Denk gerät daraufhin von zwei Seiten unter Druck: vom...


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