24.01.2014 / Feuilleton / Seite 12

We don’t!

Die nächsten Tage im Radio

Rafik Will
Nackte Frauen als »Keyboardständer« verwenden, als Vorband von Heino auftreten, Ken Jebsen supporten – wer das alles gemacht hat, wie etwa die Band Knorkator, zählt zum »alternativen, linken Szeneumfeld«, wenn es nach Peter Radszuhn geht. Vor einigen Wochen nahm der Musikchef von Radio eins (RBB) zu einem Brief des Theatermachers Atif Hussein Stellung. Der hatte sich darüber beschwert, daß Radio eins als Medienpartner die Knorkator-Tour »We Want Mohr!« bewirbt. Das wird auf dem Tourplakat noch getoppt mit dem Kannibalinklischee. Hier steht eine schwarze Frau mit Knochen in den Haaren und Messer in der Hand vor einem großen Kochtopf, darin die Bandmitglieder. »Die Band stand und steht nie im Verdacht, reaktionär oder rassistisch zu sein oder zu handeln«, schrieb Radszuhn, und ging auf Husseins Kritik nicht näher ein (nachzulesen unter atifhussein.wordpress.com).

Am 13. Januar waren drei Mitglieder der Deutsch-Fun-Metal-Gruppe in...

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