23.01.2014 / Ausland / Seite 6

Massive Repression

Kolumbianische Polizei greift Zentrale der Kommunistischen Partei an

Lena Kreymann
In der Nacht zum Montag (Ortszeit) ist die kolumbianische Polizei in Bogotá in die Zentrale der Kommunistischen Partei des südamerikanischen Landes, PCC, eingedrungen. Wie aus einer Mitteilung des Zentralkomitees der Partei hervorgeht, wurde dabei der Wachmann Omar Javier Bustos wegen angeblichen illegalen Waffenbesitzes festgenommen und in eine Wache der Eingreiftruppe URI verschleppt. Die Polizisten hätten ihn als »Kommunisten« beschimpft und so sehr mißhandelt, daß Mediziner ihn sechs Tage krankschreiben mußten. Auch noch nachdem das zuständige Gericht am Montag nachmittag Bustos Freilassung angeordnet hatte, sei er von mehrere Polizisten erneut verprügelt worden. Die PCC forderte eine Untersuchung der Ereignisse.

Die Razzia bei den Kommunisten war nicht der einzige Fall von Repression gegen die legale linke Opposition Kolumbiens. Während sich Bustos noch in Polizeigewahrsam befand, hielt das linke Bündnis Marcha Patriótica eine Pressekonferenz gegen ...

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