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22.01.2014 / Antifa / Seite 15

Trübe Aussichten

Probleme der neonazistischen NPD werden immer größer: Personalquerelen, Finanznot und Konkurrenz vom rechten Rand

Markus Bernhardt
Der große Wurf ist der neofaschistischen NPD bei ihrem Parteitag im etwa 20 Kilometer von Erfurt entfernten Kirchheim nicht gelungen. Am vergangenen Sonnabend wurde der frühere Parteivorsitzende Udo Voigt zum Spitzenkandidaten für die in der Bundesrepublik am 25. Mai anstehende EU-Wahl gekürt. Voigt war zwischen 1996 und 2011 bereits Parteivorsitzender. Offenbar ließ sich das Gros der Delegierten von der zweifelhaften Maxime leiten, daß Voigt geeignet sei, die skandalträchtige Partei zu einen und einen weiteren Mitgliederverlust aufzuhalten. Die NPD hat in den letzten Monaten deutlichen Schwund an ihrer Basis hinnehmen müssen. Zur Zeit verfügt sie nur noch über knapp 5400 registrierte Anhänger.

Die Wahl des 61jährigen dürfte – entgegen dem Wunschdenken der Neonazis – dazu geeignet sein, die politischen Flügelkämpfe, die die Partei seit Monaten lähmen, weiter zu befördern. Zwar waren die Neofaschisten sichtlich bemüht, sich auf ein sachliches ...

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