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18.01.2014 / Feuilleton / Seite 12

Die einzige Farbe Rot

Damit auch dem Dümmsten ein Licht aufgeht: Eröffnung einer Ausstellung über den Comiczeichner Jacques Tardi in Berlin

Sabine Lueken
Außer Schwarz, Weiß und Grau gibt es in Jacques Tardis jüngstem Comic nur die Farbe Rot. In einem blutroten Himmel, Hakenkreuzfahnen, der französischen Trikolore. Auf jeweils drei gleichgroßen Einzelbildern pro Seite erzählt Tardi ohne formalen Schnickschnack die Geschichte seines Vaters, der im Zweiten Weltkrieg vier Jahre und acht Monate in einem deutschen Kriegsgefangenen-Stammlager, dem Stalag IIb im heutigen Polen, verbrachte. Vor der Trikolore mußten die französischen Gefangenen gemäß eines Abkommens mit der Vichy-Regierung unter Pfeifen und Gejohle der übrigen morgens und abends salutieren.

Tardis Arbeiten sind in Frankreich Kult, aber hierzulande längst nicht so bekannt, wie es wünschenswert wäre. Um die Vermittlung hat sich der Kritiker Hansgeorg Hermann verdient gemacht (auch in jW), der am Mittwoch abend anläßlich einer Ausstellungseröffnung im Literarischen Colloquium Berlin (LCB) mit dem FAZ-Redakteur Andreas Platthaus und der Schriftsteller...

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