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18.01.2014 / Ausland / Seite 7

Pariser Rekolonialisierung

Frankreich plant mobiles Militärkontingent für »absolut autonome« Interventionen in Sahelzone

Georges Hallermayer
Anfang der Woche weilte Frankreichs Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian in den USA. Der offiziellen Lesart zufolge wollte er dort »die neue Strategie der französischen Armee in Afrika« erläutern, wie Radio France International berichtete. Manifestieren sollen sich die Pläne in Form von Militärbasen, die sich von Dschibuti über Tschad, Niger, Gabun, Cote d’Ivoire und Burkina Faso bis Senegal in einem breiten Band über den Kontinent erstrecken. Paris will seine neue Eingreiftaktik mit dem Pentagon koordinieren. 3000 Soldaten will Le Drian künftig in der Sahelzone stationieren, ein mobiles Kontingent, das in der Lage sein soll, »diskreter von einem Punkt zum anderen zu springen«. Im Dezember unterzeichnete Le Drian dazu mit Niger ein Abkommen, »das es erlaubt«, so schwärmt man im Pariser Verteidigungsministerium, »absolut autonom zu intervenieren«. Ein ähnlicher Vertrag mit Tschad folgte bereits, am kommenden Montag soll eine analoge Vereinbarung ...

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