07.01.2014 / Inland / Seite 4

Polizei nicht angeklagt

In Hoyerswerda startet am Montag ein Prozeß gegen rechte Gewalttäter. Beamte hatten deren Opfern damals empfohlen, besser die Stadt zu verlassen

Markus Bernhardt
Hoyerswerda dürfte in den kommenden Tagen wieder einmal bundesweit für Negativschlagzeilen sorgen. Startet doch am kommenden Montag der Prozeß gegen mehrere Anhänger der rechten Szene vor dem Amtsgericht der ostsächsischen Kleinstadt.

Die Neonazis hatten am Abend des 17. Oktober 2012 ein Mehrfamilienhaus in der Robert-Schumann-Straße in Hoyerswerda gestürmt und ein dort lebendes Paar, das für sein Engagement gegen Rassismus und Neofaschismus bekannt ist, massiv bedroht. So verschafften sich die insgesamt mehr als ein Dutzend aggressiven Rechten Zutritt zum Wohnhaus, drehten die Glühbirne im Flur des Hauses heraus und versuchten die Wohnungstür des Paares einzutreten. Dabei soll einer der grölenden Neofaschisten der Frau gedroht haben, sie zu vergewaltigen.

Die von den Neonazigegnern zur Hilfe gerufene Polizei ging unterdessen nicht etwa gegen die gewalttätige Horde von Neofaschisten vor, die insgesamt zwei Stunden vor dem Haus herumlungerten und randali...



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