30.12.2013 / Feuilleton / Seite 12

Und bei uns?

In Berlin dokumentiert eine Ausstellung des Internationalen Suchdienstes die Todesmärsche der KZ-Häftlinge im Frühjahr 1945

Sigurd Schulze
Auf engstem Raum präsentiert der Internationale Suchdienst in Berlin die Ausstellung »Spurensuche. Die Todesmärsche in den Dokumenten des International Tracing Service (ITS)«. Auf ganzen sieben Schautafeln werden in der Stiftung »Erinnerung Verantwortung Zukunft« (EVZ) die Spuren von Opfern, Überlebenden und Augenzeugen gezeigt, zusammengestellt von Susanne Urban.

Dargestellt wird hier das letzte organisierte Massenverbrechen der Nazis. Auf der Flucht vor den heranrückenden alliierten Truppen hatte die SS gemeinsam mit Polizisten und freiwilligen Helfern Hunderttausende Häftlinge der Konzentrationslager ins Landesinnere getrieben und, wenn sie nicht mehr weiterkonnten, wahllos ermordet. Das war ein Massenverbrechen im doppelten Sinne, bemerkte Günter Saathoff vom, Vorstand der EVZ, nicht nur nach der Vielzahl der Opfer, sondern auch im Hinblick auf die Vielzahl der Täter. An den Massakern waren neben der SS auch Zivilisten, Wehrmachtsangehörige, Beamte u...

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