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30.12.2013 / Thema / Seite 10

Aggressive Strategie

Vorabdruck. Am Vorabend des Ersten Weltkrieges verschärfte sich die Rivalität der imperialistischen Großmächte. Das Deutsche Reich verfolgte eine expansionistische Politik

Gerd Fesser
Im Sommer 2014 jährt sich der Beginn des Ersten Weltkrieges zum 100. Mal. In dem Anfang Januar 2014 erscheinenden Buch »Deutschland und der Erste Weltkrieg« in der Reihe »Basiswissen« im PapyRossa-Verlag untersucht Gerd Fesser die internationale Konstellation, die zum Waffengang führte. Der Schwerpunkt liegt dabei beim Deutschen Reich und dessen Politik. An dieser Stelle dokumentiert jW eine gekürzte Fassung des dritten Kapitels.

Seit Entstehen des Imperialismus war in Deutschland wie auch in anderen Ländern die Überzeugung weit verbreitet, Ansehen und Zukunftsaussichten eines Staates hingen vom Besitz überseeischer Gebiete (Kolonien und Einflußzonen) ab. Die überseeischen Besitzungen sollten als Rohstofflieferanten und Absatzmärkte dienen und es ermöglichen, dort Flottenstützpunkte und Kohlestationen für die Versorgung der Handelsflotte zu errichten. Kolonien galten aber auch einfach als Statussymbole. Ein wichtiges Motiv für die Kolonialexpan­sion war ...

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