24.12.2013 / Ausland / Seite 2

»Legitimität von Militärforschung in Frage stellen«

Pentagon läßt auch an Schweizer Hochschulen forschen. Ein Gespräch mit Nikolai Prawdzic

Frank Brendle
Nikolai Prawdzic ist ­Politischer Sekretär der Gruppe Schweiz ohne ­Armee (GSoA)

Nach Recherchen der Schweizer Sonntagszeitung hat das US-Militär in den letzten zwei Jahren für über eine Million Dollar Forschungsaufträge an Hochschulen in der Schweiz vergeben. Was läuft da im einzelnen?

Der größte Einzelposten über 200000 Dollar ist eine Doktorandenstelle an der ETH Zürich. Die Wissenschaftsabteilung der Air Force will verbesserte Flügel­modelle, damit können dann etwa Tragflächen von Militärflugzeugen und Rotorblätter von Hubschraubern weiterentwickelt werden. An der Uni Bern läuft eine Untersuchung, mit der die Bewegungen von Satelliten genauer vorhergesagt werden sollen. Andere Projekte sind gerade im Licht des NSA-Skandals brisant. Die Uni Zürich und die ETH Lausanne forschen nach moderneren Datenverwaltungen, mit denen große Datensätze effizienter durchsucht werden können.

Die rechtspopulistische Schweizer Volkspartei (SVP) hat schon dagegen gewetter...


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