24.12.2013 / Thema / Seite 10

Plünderung der Museen

Vom Schicksal der »entarteten Kunst«. Teil I: Die Raubzüge der Nazis und der ­evangelische Kunstdienst

Horsta Krum
Was schenken wir dem kleinen Michel
zu diesem kalten Weihnachtsfest? (…)
Ach, liebe Basen, Onkels, Tanten –
schenkt ihr ihm was. Ich find es kaum.
Ihr seid die Fixen und Gewandten,
hängt ihr’s ihm untern Tannenbaum.


(Kurt Tucholsky)

Wenn der deutsche Michel zu den ganz Reichen gehört, dann mag er wohl heutzutage unterm Tannenbaum ein Kunstwerk finden, vielleicht von Nolde oder Marc; und wenn er ganz, ganz reich ist, darf’s auch Picasso oder van Gogh sein. Auch Uncle Sam in den USA geht das Herz auf bei einem solchen Geschenk, desgleichen dem jovialen Tom in London oder dem sonst zurückhaltenden Rudi in Luzern.

Was einige wenige reiche Kunstliebhaber nicht offen sagen, aber ungebrochen seit der Nazizeit diskret praktizieren, weiß »man« inzwischen: Auf dem Kunstmarkt lassen sich fast risikofreie Geschäfte machen, jedenfalls risikoärmere Geschäfte als mit Gold und Schmuck – von Rohstoffen, Immobilien oder Aktien gar nicht zu...








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