21.12.2013 / Inland / Seite 5

Dschihadisten fehlt »weltliche Perspektive«

Türkische Väter warnen: Rekruten aus Deutschland für »Heiligen Krieg« in Syrien werden immer jünger

Claudia Wangerin
Immer mehr in Deutschland aufgewachsene Jugendliche lassen sich für den »Heiligen Krieg« in Syrien begeistern oder sogar rekrutieren. Zunehmend besorgt sind darüber türkischstämmige Männer, die sich in der Vätergruppe des Berliner Vereins »Aufbruch Neukölln« treffen. Manche Rückkehrer prahlten damit, in Syrien »Ungläubige« getötet zu haben, sagte der Psychologe Kazim Erdogan in einem Pressegespräch, das am Donnerstag in den Vereinsräumen stattfand. Die Gruppe hatte sich entschlossen, Eltern, Institutionen und die Öffentlichkeit für das Problem zu sensibilisieren.

Es seien nicht in erster Linie Kinder tief religiöser Muslime, die Islamisten in die Arme liefen, sondern häufig säkular oder moderat religiös erzogene Jugendliche, stellte Erdogan klar. In ihren Familien gebe es aber häufig »keine gesunde Kommunikation«. Auch deutsche Konvertiten seien dabei. Sie träten mitunter besonders radikal auf. Es soll sogar Glaubensgemeinschaften geben, die den jungen R...

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