20.12.2013 / Ausland / Seite 6

Geballte Fäuste

Indien empört über die Behandlung einer Diplomatin in den USA

Hilmar König, Neu-Delhi
Die USA und Indien liegen seit Tagen im diplomatischen Clinch. Neu-Delhi zeigte sich empört darüber, wie die Polizei in New York eine ihrer leitenden Diplomatinnen behandelte. Devyani Khobragade, stellvertretende Generalkonsulin, war am Donnerstag vergangener Woche auf offener Straße in Handschellen gelegt und in Gewahrsam genommen worden, nachdem sie ihre Tochter zur Schule gebracht hatte. Auf dem Revier wurde sie verhört und mußte sich angeblich einer Leibesvisitation unterziehen, ehe sie mit Drogenabhängigen und Prostituierten in eine Zelle gesperrt wurde. Auf Intervention der indischen Botschaft kam sie nach etlichen Stunden gegen eine Kaution von 250000 Dollar frei. Die Festnahme war mit der Begründung erfolgt, daß Frau Khobragade in Visadokumenten falsche Angaben über das Gehalt ihrer indischen Hausangestellten gemacht haben soll. Tatsächlich zahle sie nur etwa ein Drittel der angegebenen Summe, die in den USA als Lohnminimum gilt. Nach Auffassung d...

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