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20.12.2013 / Inland / Seite 5

NPD schürt Fremdenhaß

Jahresrückblick 2013. Heute: Neonazis in Sachsen. NPD mobilisiert unter bürgerlichem Deckmantel zu rassistischen Aufmärschen. Die etablierte Politik zeigt sich hilflos

Susan Bonath
Fackelmärsche, Hetze gegen Asylsuchende und Muslime, fremdenfeindliche Übergriffe: Zwei Jahre nach Bekanntwerden des rechten Terrornetzwerkes »Nationalsozialistischer Untergrund« ist Sachsen weiterhin eine »Spielwiese« für Neonazis. Die Opferberatung meldete am Dienstag für 2013 unverändert hohe Angriffzahlen gegenüber 2012. Damals verzeichnete der Verein 155 Fälle von rechter Gewalt. In den Großstädten Leipzig, Dresden und Chemnitz hätten Übergriffe von Neonazis nach zunächst rückläufigen Zahlen wieder zugenommen.

Bundesweit mobilisieren NPD-Funktionäre zunehmend im Internet für Proteste gegen Flüchtlingsheime. Dabei geben sie sich gerne harmlos und bürgerlich. Existenzängste der Menschen in der Billiglohnregion nutzen sie offensiv für ihren Wahlkampf aus. Besonders deutlich zeigen das die jüngsten Ereignisse im osterzgebirgischen Schneeberg. Im Herbst wurden dort Flüchtlingsfamilien in einer ehemaligen Bundeswehrkaserne am Stadtrand untergebracht, nach...

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