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02.02.2001 / Inland / Seite 0

Schildbürgerstreiche

NRW: Borschemich erhält 2004 Kanalisation - dann kommt der Bagger

Werner Rügemer

Das Dorf Borschemich soll im Jahre 2005 vom Erdboden verschwinden, denn es liegt im Braunkohlegebiet »Garzweiler II«. Ebenso stand bis letzte Woche fest: Die 620-Seelen- Gemeinde muß vorher noch vollständig kanalisiert werden. Die Kanalisation sollte im Jahre 2004 fertigwerden, rechtzeitig zum Abriß, und 4,2 Millionen Mark kosten. So steht es seit 1998 im Abwasserkonzept der Stadt Erkelenz, zu der Borschemich gehört. Das alles klingt wie ein Schildbürgerstreich, aber es ist eine Anweisung des Regierungspräsidenten.

»Ein unglaublicher Irrsinn - der Regierungspräsident plant den Braunkohleabbau, und dieselbe Behörde verordnet uns die Kanalisation«, erregte sich Josef Boss, früherer Bürgermeister von Borschemich, der den Protest ins Rollen brachte. Innenarchitekt Boss führt in Borschemich ein Möbel- und Einrichtungshaus mit 15 Beschäftigten. Als der Irrsinn letzte Woche öffentlich wurde, schaltete der Kölner Regierungspräsident blitzschnell um. Jürgen Roters,...

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