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19.12.2013 / Ausland / Seite 7

Wer arm ist, stirbt früher

Jahresrückblick 2013. Heute: Spanien. Korruption, Mißwirtschaft und Repression. Trotz Widerstand kein Ausweg in Sicht

Carmela Negrete
In der jüngeren Geschichte Spaniens wurde kein Staatshaushalt im Vergleich zum Vorjahr so stark gekürzt wie 2013. Am härtesten betroffen war das Gesundheitswesen, dem im zu Ende gehenden Jahr 121 Millionen Euro weniger zur Verfügung standen als 2012. Krankenhäuser wurden privatisiert, Patienten müssen ihre Medikamente selbst bezahlen, die Wartelisten werden immer länger, und vor allem in kleinen Ortschaften wurden unzählige Notfallstationen geschlossen. Die Regionalregierung von Madrid kündigte Ende 2012 den Verkauf von sieben der 20 Krankenhäuser sowie von 27 der 131 Gesundheitszentren in der spanischen Hauptstadt an. Daraufhin kam es monatlich zu Großdemonstrationen Tausender Ärzte, Krankenschwestern und anderer Beschäftigter. Die Bewegung konnte die schon beschlossenen Privatisierungen vor Gericht einstweilig stoppen lassen, endgültige Urteile stehen noch aus.

Die Folgen der unsozialen Kürzungspolitik wurden trotzdem sichtbar. Zwei Monate nach den Pri...

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