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19.12.2013 / Thema / Seite 10

Ruinierender Überschuß

Von der Einführung des Euro profitierten vor allem deutsche Unternehmen. Ihr massenhafter Kapitaltransfer in die EU-Länder schuf die Grundlage für die Währungskrise

Andreas Wehr
Voll des Selbstlobs blicken die politisch Herrschenden auf das Land: »Deutschland hat sich in den letzten Jahren wirtschaftlich so gut entwickelt wie kaum ein anderer Staat in Europa. Die Wirtschaft geht in das fünfte Wachstumsjahr in Folge, die Beschäftigung liegt auf Rekordniveau, die Einnahmen von Staat und Sozialversicherungen sind gestiegen und haben die öffentlichen Finanzen spürbar entspannt, die Neuverschuldung im Bund konnte fast auf Null reduziert werden.« So steht es im Vertrag der großen Koalition.

Die Exporterfolge sind in der Tat beeindruckend: »Die deutsche Wirtschaft hat im Oktober Waren im Wert von 99,1 Milliarden Euro ausgeführt und damit die bisherige Höchstmarke von 98,7 Milliarden Euro vom März 2012 übertroffen«, heißt es in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 10. Dezember 2013. Da können die von Austeritätspolitik gezeichneten europäischen Peripheriestaaten Griechenland, Portugal und Zypern, aber auch Spanien und Frankreich weit...

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