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18.12.2013 / Inland / Seite 4

Ungehorsam unter Strafe

Jahresrückblick 2013. Heute: Erwerbslose im Hartz-IV-Wahnsinn. Bedroht, behindert, in Zwangsmaßnahmen getrieben – und mitunter sogar verlost

Susan Bonath
Der Niedriglohnsektor boomt, der Kampf um Arbeitsplätze tobt – und die Angst wächst. Das Monstrum heißt im Volksmund Hartz IV. Es lauert nur eine Kündigung und zwölf Monate entfernt.

Wer die »Grundsicherung für Arbeitssuchende« beziehen will und in die Mühlen der gigantischen Erwerbslosenverwaltung gerät, darf sich nicht nur über Springers mediale Hetze »freuen«. Bevor er den ersten Cent überhaupt sieht, muß er alles versilbern, was Jobcenter als »Vermögen« einstufen: Die zu große Eigentumswohnung, den Kleinwagen, das Tafelsilber von der Oma. Es warten die Hartz-IV-gerechte Wohnung und der Zwang, jeden noch so mies bezahlten Job, jede unsinnige Maßnahme, jeden Ein-Euro-Job anzunehmen. Wer nicht mitspielt, dem kürzt das Amt kurzerhand das Existenzminimum. Ob Repressalien bei Ungehorsam, Sippenhaftung inklusive, oder fragwürdige Pflichtmaßnahmen – auch 2013 trieb der Hartz-IV-Wahnsinn dunkle Blüten.

Daß jeder Hartz-IV-Bezieher dem Amt bedingun...



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